Vollkorn Dinkel-Weizen Pizzateig

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Tipp!

Ich friere den Teig gerne portionsweise (vorgeformt) ein und kann so auch mal schnell eine Pizza machen, wenn mir danach ist.

Dieser Vollkorn Dinkel-Weizen Pizzateig besteht neben klassischem Weizenmehl zur Hälfte aus Vollkorn Dinkelmehl und ist momentan mein absoluter Lieblingsteig! Ich habe immer ein paar vorgeformte Pizzen im Gefrierer vorrätig, um so schnell mal eine Pizza in den Ofen schieben zu können, wenn mir danach ist. Quasi eine gesunde selbstgemachte Tiefkühlpizza. 🙂

Wieso denn eine Dinkel-Vollkorn Pizza?

Natürlich ist eine Vollkornpizza nicht “echt” – in die echte napolitanische Pizza darf eigentlich ausschließlich Weizenmehl, Salz, Wasser und Hefe – mehr nicht! (Es gibt tatsächlich ein ganzes Regelwerk mit Anforderungen, die eine echte napolitanische Pizza (und natürlich auch der Teig) erfüllen muss. Wer es ganz genau wissen will, kann das Regelwerk der Associazione Verace Pizza Napoletana hier nachlesen 😉 )

ABER dafür macht meine halb Vollkornpizza länger satt und hat einen ganz leckeren Eigengeschmack. Ich finde, das muss jeder selbst für sich entscheiden – manchmal ist mir natürlich auch nach einer simplen weißen Weizenpizza. Heute aber nicht und darum..

Dinkel-Vollkorn Pizzateig Rezept

In 6 Schritten zur perfekten Vollkorn-Pizza

An und für sich ist Pizzateig machen wirklich super einfach! Bis auf die mal wieder etwas lange Gehzeit des Teiges, ist der Teig schnell vorbereitet. Kurz zusammengefasst:

  1. Mische alle Zutaten
    Mische jeweils 250g Dinkel- und Weizenmehl miteinander – nehme davon 300g Mehl weg (sodass du jetzt noch 200g des gemischten Mehls übrig hast und stelle dieses zur Seite) Vermische diese 300g Mehl jetzt mit 7g frischer Hefe, 7g Salz und 300g Wasser.
  2. Lass den (Vor)Teig gehen
    Lasse diesen Vorteig zugedeckt an einem warmen (und zugfreien) Ort für mindestens 45 Minuten gehen. Wenn du mehr Zeit hast, lasse ihn gerne länger gehen – kürzer aber auf keinen Fall!
  3. Knete den Teig
    Füge jetzt nach und das restliche Mehl (also 200g gemischtes Dinkel- und Weizenmehl) hinzu und knete den Teig ausgiebig und solange, bis es eine schöne homogene Masse ohne Klumpen ist. Das kann durchaus etwas dauern, aber nicht verzweifeln. 🙂
  4. Lasse den Teig gehen!
    Dies ist der wohl wichtigste Schritt: lasse den Teig jetzt wieder zugedeckt (und zugfrei) für mindestens 6h gehen! Mindestens! Ich schalte dazu den Ofen für 15 Minuten auf 30°C ein und lasse den Teig danach im ausgeschalteten Ofen stehen. Der Teig sollte am Ende deutlich in die Höhe gegangen sein.
  5. Forme deine Pizza(s)
    Teile den Teig jetzt in 4-6 Stücke, je nachdem wie groß du deine Pizzen haben willst. Ich benutze pro Pizza um die 100-150g Mehl – das ist eine kleine Pizza. Wenn du eine große Pizza haben willst, benutzt du 200-250g Mehl. Jetzt formst du die Teigstücke zu Kugeln, aber pass auf, dass du die Luft nicht herausdrückst. Du legst die Kugel auf die bemehlte Arbeitsfläche und schiebst, ausgehend von der Mitte, den Teig mit deinen Fingern nach außen – bis der Teig die gewünschte Größe hat. Der Teig darf in der Mitte durchaus ganz dünn sein! Je nachdem wie du es gerne magst.
  6. Backe die Pizza oder friere sie ein
    Jetzt kannst du deine Pizza direkt belegen und in den Ofen schieben – hier ist es wichtig, dass du deine Pizza erst kurz bevor du sie in den Ofen schiebst belegst und dass der Ofen zusammen mit dem Blech oder Pizzastein auf der höchsten Stufe ausreichend aufgeheizt wird! So braucht die Pizza bei mir normalerweise nie länger als 8-12Minuten – schaue immer mal wieder in den Ofen, nicht, dass sie dir verbrennt.
    Oder du frierst deine Pizzateige ein! (wie ich das mache kannst du im Abschnitt untendrunter nachlesen)
Dinkel-Vollkorn Pizzateig Rezept

Selbstgemachte Tiefkühlpizza

Natürlich ist der gefrorene Teig nicht mehr ganz so lecker, wie frischer Teig… Aber auf jeden Fall ist selbst eingefrorener Pizzateig ein upgrade zu Tiefkühlpizza aus dem Supermarkt, versprochen! Schon alleine, weil du den Belag frisch auf deine Pizzen legst.

Nachdem ich ausgiebig im Internet recherchiert habe und mehrfach echt unzufrieden mit dem Ergebnis des aufgetauten Teiges war, habe ich hier ein paar Tipps für dich:

  • Friere den Teig ein nachdem er gegangen ist.
  • Forme die Pizzaböden bevor du sie einfrierst,
    so kannst du sie aus dem Gefrierer holen und musst sie nicht mehr formen.
  • Lasse den Pizzaboden ca. 30Min auftauen bevor du ihn belegst
    sobald er aufgetaut ist, kannst du ihn belegen.
  • Schiebe den Teig direkt in den Ofen, wenn du ihn belegt hast!
    Diesen Fehler habe ich am Anfang öfter gemacht, aber wenn du den Teig belegst und dann nicht direkt in den Ofen schiebst, wird der Teig durch den Belag aufgeweicht.
  • Backe die Pizza genau so wie eine frische Pizza

So und ich denke jetzt ist es Zeit für das Rezept. Viel Erfolg und guten Appetit!

Dinkel-Weizen Pizzateig

Dies ist mein lieblings Basis-Pizzateig.
Portionen 6
Zubereitungszeit 30 Min.
Ruhezeit 7 Stdn.
Arbeitszeit 7 Stdn. 30 Min.

Zutaten

  • 250 g Dinkelmehl Vollkorn
  • 250 g Weizenmehl
  • 300 g Wasser
  • 7 g Hefe frische Hefe
  • 7 g Salz

Anleitungen

  • Mische 300g des Mehls (beide Mehlsorten gemischt) mit dem Wasser, der Hefe und dem Salz.
  • Lasse diesen Vorteig zugedeckt an einem warmen (und zugfreien) Ort für mindestens 45 Minuten gehen.
  • Danach fügst du nach und nach das restliche Mehl hinzu und knetest (am besten von Hand) den Teig solange, bis er geschmeidig und klumpenfrei ist.
  • Lasse den Pizzateig nun mindestens 6h an einem warmen Ort (ca. 25°C) gehen. Ich schalte dazu den Ofen für 15 Minuten auf 30°C ein und lasse den Teig danach im ausgeschalteten Ofen stehen. Der Teig sollte deutlich in die Höhe gegangen sein.
  • Teile den Teig jetzt in 4-6 Stücke, je nachdem wie groß du deine Pizzen haben willst. Ich benutze pro Pizza um die 100-150g Mehl – das ist eine kleine Pizza. Wenn du eine große Pizza haben willst, benutzt du 200-250g Mehl.
  • Jetzt formst du die Teigstücke zu Kugeln, aber pass auf, dass du die Luft nicht herausdrückst. Du legst die Kugel auf die bemehlte Arbeitsfläche und schiebst, ausgehend von der Mitte, den Teig mit deinen Fingern nach außen – bis der Teig die gewünschte Größe hat. Der Teig darf in der Mitte durchaus ganz dünn sein! Je nachdem wie du es gerne magst.
  • Die so geformten Pizzateige kannst du jetzt entweder einfrieren – dazu lege ich sie geschichtet zwischen Backpapier ins Gefrierfach. Oder…
  • du belegst deine Pizza ganz nach deinen Wünschen und backst sie. Hierzu heize ich den Ofen mit Backblech auf höchster Stufe auf (bei mir sind das 275°C Pizzastufe) und lege die Pizza auf das schon vorgeheizte Backblech (noch besser ist natürlich ein Pizzastein). Bei mir braucht die Pizza so nur um die 5-10 Minuten. Bleib am besten am Ofen stehen und schaue, wann deine Pizza gut ist.
  • guten Appetit!

Notizen

Dieser Pizzateig lässt sich super einfrieren! Ich friere die vorgeformten Teigstücke hierzu einfach zwischen Backpapier ein. Wenn ich dann Lust auf Pizza habe, belege ich die noch gefrorenen Teigstücke und backe sie so, wie die ungefrorenen Pizzas auch – eventuell müssen sie dann etwas länger im Ofen bleiben.
Kalorien: 283kcal
Gericht: Pizza
Land & Region: Italian, Italienisch
Diet: vegan, vegetarisch
Keyword: Basis

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